Cellulite in der Schwangerschaft? Warum kommen mit dem Babybauch auch die Dellen?

Vorfreude, Glücksgefühle und ein runder Babybauch – die meisten Frauen fühlen sich pudelwohl in ihrer Schwangerschaft. Wäre da nicht auch das leidige Thema um das Gewicht. Zunehmen fürs Baby schön und gut, aber warum kommt mit den Kilos auch hässliche Orangenhaut?

Ein Baby entsteht und Orangenhaut auch…

Nahezu jede Frau ab 30 Jahren klagt über Dellen an Gesäß und Oberschenkel. Genetisch bedingt verschlechtert sich unser Bindegewebe, ungesunde Ernährung und zu wenig Sport tragen ihres dazu bei, dass Orangenhaut entsteht. Dass es hormonbedingt ist, ist kein Geheimnis, auch dass Übergewicht die Bildung von Orangenhaut verstärkt, wissen wir bereits. Hormone im Überfluss und Gewichtszunahme in einem bringt eine Schwangerschaft mit sich. Damit so ein kleines Menschlein im Bauch einer Frau auch in Zeiten der Höhlenmenschen gut aufgehoben war, hat sich unser Körper die Fettspeicherung als Energielieferant zu eigen gemacht. Anders als bei Männern wird im weiblichen Körper das Fett subkutan, direkt unter der Haut gespeichert. Während bei Männern Fetteinlagerungen in Form eines kugelrunden Bauches sichtbar werden, heften sich die Fettzellen bei Frauen an Po, Hüfte und Oberschenkel.

Das Bindegewebe der Frau – warum dehnt es sich?

In der Schwangerschaft ist eine Gewichtszunahme unumgänglich, schließlich dient der Körper einer Frau neun Monate als Zuhause für ein heranwachsendes Baby. Damit der weibliche Körper in der Schwangerschaft auch zunehmen kann, ist unser Bindegewebe dehnbar. Wo beim Mann netzartige Strukturen herrschen, sind bei der Frau die Bindegewebsfasern senkrecht nebeneinander ausgerichtet. In den Kammern zwischen den Fasern ist Platz für Fettpölsterchen. Diese bilden ein großes Depot und wenn es zu groß wird, drückt es gegen die obere Hautschicht, die Faser hingegen zieht die Haut weiterhin nach unten: Cellulite ist entstanden. Da hormonbedingt in der Schwangerschaft auch viel Wasser in den Zellen eingelagert wird, ist das gesamte Entschlackungssystem des Körpers etwas eingeschlafen. Wer da trotz Babybauch nicht auf Bewegung verzichtet und normal isst, anstatt für zwei, hat gute Chancen, die Orangehaut etwas im Zaum zu halten. Hier erfahren Sie mehr über die Entstehung von Cellulite.

Halten Sie mit gesunder Ernährung dagegen – wir haben einige wertvolle Tipps für Sie

Egal ob schwanger oder nicht, um die Orangenhaut gar nicht erst entstehen zu lassen, ist eine gesunde Ernährung das A und O. Ein abwechslungsreicher Essensplan ist auch entscheidend für das Wohl Ihres Kindes. Um hässliche Orangenhaut vorzubeugen und der Entwicklung Ihres Babys gerecht zu werden, achten Sie bei Ihrer Ernährung auf viel Obst und Gemüse, fettarmes Fleisch und frischen Fisch. Trinken Sie viel Wasser und vermeiden Sie zu viel Salz. Hier noch wertvolle Tipps, die Sie beim nächsten Lebensmitteleinkauf beachten können:

  •  Sardinen, Lachs und fettige Fische enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die wiederum helfen, den Hormonhaushalt in Balance zu halten
  •  Zitrusfrüchte helfen dem Körper negative Kohlenhydrate leichter zu verdauen. Außerdem reinigen sie die Leber und reduzieren den Östrogenspiegel
  •  Avocado liefert gesundes Fett, Kalium und Folsäure, was gegen Stress hilft – Nervennahrung für Schwangere
  •  Grüner Tee regt den Stoffwechsel an und verhindert die Speicherung von Fett
  •  Mageres Hühnerfleisch sorgt aufgrund der vielen Proteine für ein langes Sättigungsgefühl
  •  Ausreichend Flüssigkeit für die Haut gibt es mit Wassermelone, Ananas, Gurke und Sellerie
  •  Nüsse senken ebenfalls den Östrogenspiegel, der die Bildung von schlechtem Bindegewebe begünstigt
  •  Vitamin C hält die Haut straff und gesund – zu finden in Paprika, Sauerkraut und Papaya